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Was lehrt der Buddhismus?

K urz nach seiner Erleuchtung hatte der Buddha eine Vision, in der er die Menschheit als einen großen See voller Lotusse sah. Manche Lotuspflanzen steckten noch im Schlamm, andere strebten schon im Wasser dem Licht zu, und wieder andere hatten die Wasseroberfläche erreicht und standen kurz vor der Blüte. Was er in diesem Bild sah, war, dass alle Menschen die Fähigkeit hatten, ihr Potenzial zu entfalten und dass manche nur ein wenig Hilfe dafür brauchten. Darum entschloss sich der Buddha zu lehren, und alle Lehren des Buddhismus können einfach als Versuche betrachtet werden, diese Vision zu erfüllen: Menschen zu helfen, in Richtung Erleuchtung zu wachsen.

Der Buddhismus sieht das Leben als einen kontinuierlichen Fluss des Wandels. Nicht nur die Dinge um uns herum verändern sich fortwährend, sondern auch wir selbst. Der Buddhismus lehrt, dass wir diesem Wandel nicht passiv ausgeliefert sind, sondern ihn aktiv beeinflussen können. Dabei ist der Schlüsselfaktor der Geist, das eigene Bewusstsein, und der Buddhismus hat eine Fülle von Methoden entwickelt, am eigenen Geist zu arbeiten. Besonders wichtig ist hierbei die Übung von Meditation, bei der man positivere Geistesverfassungen entwickelt, die durch Ruhe, Konzentration, Bewusstheit und Freundlichkeit gekennzeichnet sind. Dieses durch Meditation verstärkte Gewahrsein kann helfen, sich selbst, andere Menschen und das Leben selbst besser zu verstehen.

Buddhisten versuchen nicht, andere Menschen zu bekehren oder gar anderen ihre Religion aufzudrängen. Doch sie bemühen sich, die buddhistischen Lehren allen zur Verfügung zu stellen, die Interesse haben, und jeder kann sich davon so viel oder so wenig nehmen, wie er möchte.