FWBO
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Wie wird man ordiniert?

FWBO - Ordensmitglieder der WBO tragen Kesas

Ordensmitglieder der WBO tragen 'Kesas'

Foto © Alokavira / Timm Sonnenschein

Ordination stellt eine lebenslange Verpflichtung dar und ist daher ein sehr ernsthafter Schritt. Darum dauert die Vorbereitung darauf in der Regel etliche Jahre.

Jeder kann um Aufnahme in den Orden bitten und dann an den Retreats teilnehmen, die auf Ordination vorbereiten. Diese werden in verschiedenen Teilen der Welt angeboten. In England gibt es zwei Retreatzentren (Padmaloka für Männer und Tiratanaloka für Frauen), die sich auf diese Aufgabe spezialisiert haben. Wer sich auf Ordination vorbereitet, kann überdies zwei erfahrene Ordensangehörige darum bitten, ihn als Mentoren (traditionell: Kalyana Mitras) in diesem Prozess zu begleiten. Gegenwärtig bereiten sich weit über tausend Frauen und Männer auf Ordination vor.

Ordination ist eine Selbstverpflichtung, die von einem Menschen ein großes Maß an Selbstkenntnis verlangt, sowie Erfahrung mit buddhistischer Übung, mit dem FWBO und ausreichend tiefe Freundschaften mit Ordensangehörigen. Die eigentliche Ordination wird von einer Reihe besonders erfahrener und auf diese Aufgabe vorbereiteter Ordensangehöriger geleitet, die man Präzeptoren nennt. Die Präzeptorinnen und Präzeptoren müssen die Menschen, die sie ordinieren möchten, gut kennen und eine gewisse Zeit spirituell begleitet haben. In Rücksprache mit den Kalyana Mitras und anderen Ordensangehörigen, die die betreffende Person gut kennen, besprechen sie, wann jemand für die Aufnahme in den Orden bereit ist.

Die Ordinationszeremonie findet in der Regel im Kontext eines besonderen Ordinationsretreats statt und umfasst eine private Zeremonie unter vier Augen mit dem eigenen Präzeptor und eine öffentliche Zeremonie. Der oder die neue Ordensangehörige erhält dabei eine besondere, auf die eigenen spirituellen Bedürfnisse abgestimmte Meditationspraxis, einen buddhistischen Namen und ein "Kesa", eine Art traditioneller Schärpe mit dem Symbol der drei Juwelen. Der neue Name bringt besondere Eigenschaften des betreffenden Menschen zum Ausdruck und enthält implizit auch den "Auftrag", das im Namen angedeutete spirituelle Potenzial durch beständige Übung zur Entfaltung zu bringen.