Der Orden als Praxis
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Im WBO gibt es keine Regeln. Der Buddhismus ist ein Pfad individueller Übung, zu dem es gehört ethisch zu handeln, weil man für die eigenen Gedanken und Taten Verantwortung übernommen hat. Der WBO möchte eine freie Vereinigung von Menschen sein, die auf ein gemeinsames Ziel hin arbeiten, und er vertritt die Überzeugung, dass man spirituelle Gemeinschaft nicht durch Zwang erwirken kann. Darum gibt es im Orden keine Vorschriften und Ordensgremien treffen alle Entscheidungen im Konsens.
Ordensangehörige nehmen ihre Aufgabe, eine wahre spirituelle Gemeinschaft zu bilden, ernst, und darum gibt es viele Gelegenheiten für Begegnung und für gemeinsame Praxis. Einmal in der Woche kommen Ordensangehörige in ihren Kapiteltreffen zusammen. Kapitel sind die kleinsten Zellen des Ordens auf lokaler Ebene und umfassen bis zu ca. 10 Ordensangehörige. Ihre wöchentlichen Treffen sind 'spirituelle Workshops', in denen man Praxisfragen besprechen und von Einsichten, Fortschritten oder Schwierigkeiten berichten kann. Einmal im Monat kommen die Ordensangehörigen einer ganzen Region für ein Wochenende zusammen, um sich auszutauschen und gemeinsam zu praktizieren. Alle zwei Jahre findet ein internationaler Konvent für Ordensangehörige aus der ganzen Welt statt.
Shabda ist die monatlich erscheinende Ordenszeitschrift, durch die Ordensangehörige aus der ganzen Welt miteinander Verbindung halten: Hier wird viel Persönliches erzählt, aber sie ist auch ein lebhaft genutztes Forum für die Diskussion aller möglichen Themen rund um die buddhistische Praxis.